In den wilden 70ern...
...begann für mich das Abenteuer Schallplatte nach Philips-Koffergerät und Wega-Kompaktanlage mit einem wunderbaren Braun PS 500-Spieler. Das gute Stück zeigte über die Jahre zwar seine Eigenheiten und Wehwehchen, aber dass es nicht ganz so schlimm gewesen sein kann, beweist vor allem eines: Der Braun dreht (unter anderen) nach wie vor bei mir seine Runden. In Sachen mechanischer Bauteileaufwand dürfte der PS 500 ohnedies im Consumer-Bereich die Spitze des Machbaren darstellen. Das Chassis ist sogar mit einer ölhydraulisch gedämpften Federung ausgestattet. Am zeitlosen Rams-Design sieht man sich ohnehin nicht satt.
Was mich nach all den Jahren an der analogen Schallplattentechnik immer wieder aufs Neue fasziniert, ist der Umstand, dass es offensichtlich keinen Königsweg gibt. Masselaufwerke, einfache Brettspieler, gefederte Subchassis, kardanisch gelagerte Tonarme, Einpunkt-Tonarme, tangentiale Abtastung und neuerdings sogar ungekröpfte Tonarme. Viele Wege führen ins analoge Rom. Das bringt Abwechslung ins Spiel und verknüpft auf kurzweile Art und Weise die beiden gegensätzlichen Spannungsbringer "Technik" und "Emotion".
Um dieses Spannungsfeld geht es auf dieser Homepage. Lassen Sie sich faszinieren, anregen und zu eigenen Experimenten ermutigen. Und bleiben Sie bei allen Technik-Feilereien offen für das wichtigste Element in Ihrer Anlage: die Musik.
Mit herzlichem Gruß
Jo Soppa
Wundervoll gestaltete Headshell des Braun PS 500. Anschluss an den Tonarm mittels SME-Bajonett